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Microsoft Project Alternative: Wenn der zentrale Ressourcenpool das eigentliche Problem ist

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Microsoft Project Alternative: Wenn der gemeinsame Ressourcenpool das eigentliche Problem ist

Microsoft Project ist seit Jahrzehnten der Quasi-Standard für klassische Projektplanung. Vorgänge, Abhängigkeiten, kritischer Pfad, Gantt-Diagramm – alles solide. Wer MS Project verlässt, tut das fast nie wegen der Einzelprojekt-Funktionen.

Der Auslöser ist fast immer derselbe: der Multiprojekt-Fall. Sobald derselbe Mitarbeiter in drei MPP-Dateien gleichzeitig auftaucht, fängt der Schmerz an – und die Microsoft-Antwort darauf ist eine Server-Architektur, die für viele Mittelständler überdimensioniert ist.

Drei Wege, drei Schmerzpunkte

Microsoft bietet drei Pfade in den Multiprojekt-Bereich. Keiner davon ist für mittelständische Industriebetriebe ideal.

Pfad 1: Geteilter Resource Pool als MPP-Datei. Die klassische Antwort. In der Praxis: eine zentrale MPP-Datei, in die alle Projekte ihre Ressourcen “einfügen”. Wenn zwei Projektleiter gleichzeitig öffnen, gibt es Sperrkonflikte. Wer vergisst zu aktualisieren, sieht alte Auslastung. Sobald Stammdaten geändert werden, bricht etwas. Die Architektur war nie für gleichzeitige Multi-User-Planung gedacht.

Pfad 2: Project Online / Project Server. Funktioniert technisch, ist aber ein eigenes Implementierungsprojekt. SharePoint im Hintergrund, Lizenzen pro Nutzer, Beratungstage für Setup, Power-BI-Anbindung für Reports. Sinnvoll für Konzerne, oft zu viel für 60–150 Mitarbeiter.

Pfad 3: Project for the Web. Modern, im 365-Bundle, einfacher zu deployen – aber inhaltlich begrenzt: ein vollwertiger Ressourcenpool mit Qualifikationsfilter, ein gleichwertiger Maschinenpark und Soll-Ist-Vergleich gegen mehrere Baselines liegen nicht im Fokus von Project for the Web.

In allen drei Pfaden bleibt das Kernproblem: Der Pool ist Beiwerk, nicht das Zentrum der Anwendung.

Wie Rillsoft die Pool-Frage anders löst

In Rillsoft ist der Ressourcenpool nicht eine geteilte Datei oder ein Server-Modul – er ist die zentrale Datenstruktur, um die alles andere herum gebaut ist. Daraus folgen einige praktische Unterschiede:

  • Mehrere Projektleiter planen gleichzeitig in dieselbe Datenbank, ohne Sperrkonflikte.
  • Auslastung ist immer aktuell – Änderung in Projekt A wirkt sich sofort in der Sicht auf Projekt B aus, ohne Reload.
  • Qualifikationen und Rollen sind erste Datenklasse – nicht nur “Resource Notes”. Ein Vorgang fordert “Senior-Konstrukteur, 60 Stunden”, die Zuordnung filtert automatisch.
  • Maschinenpark wird gleich behandelt wie Personal – mit Kalender, Verfügbarkeit, Auslastungsrechnung. In MS Project sind Maschinen meist “Material Resources” mit eingeschränkter Logik.
  • Standortbezogene Allokation – verteilte Teams werden mit Standort gepflegt, was bei Auslastungsanalysen berücksichtigt wird.

Soll-Ist und Controlling: Wo MS Project ungenau wird

MS Project speichert eine Baseline – manchmal bis zu elf, je nach Version. In der Praxis nutzen die wenigsten Teams mehr als die erste, weil die Vergleichslogik unhandlich ist und Baselines manuell gepflegt werden müssen.

Rillsoft Project arbeitet mit beliebig vielen Referenzplänen, die strukturiert vergleichbar bleiben. Termin-, Ressourcen- und Kostenabweichungen werden grafisch und tabellarisch gegenübergestellt. Zusätzlich liefert die Finanzierungs- und Liquiditätskontrolle einen zeitpunktbezogenen Abgleich von Geldeingängen und Kosten – etwas, das nicht im Kernfokus von MS Project liegt.

Wo MS Project der bessere Weg bleibt

Für reine Einzelprojektplanung ohne Multiprojekt-Pool, in Organisationen mit etabliertem Microsoft-Stack, mit Beratern und Vorlagen rund um MPP, ist MS Project oft die naheliegendere Wahl. Auch im Bauumfeld, wo Subunternehmer MPP-Dateien erwarten, hat es Verbreitungsvorteile.

Rillsoft konkurriert nicht in dieser Nische. Der Unterschied wird sichtbar, sobald projektübergreifende Ressourcensteuerung zum Hauptthema wird – und genau das ist im industriellen Mittelstand fast immer der Fall.

Was bleibt vertraut, was wird neu

Vertraut:

  • Vorgänge, Dauern, Aufwände, Vorgänger, kritischer Pfad
  • Gantt-Diagramm als zentrale Sicht
  • Meilensteine, Vorgangstypen, Einschränkungen
  • Excel-Import/-Export, MS-Project-Import

Neu:

  • Echter zentraler Ressourcenpool ohne Server-Architektur
  • Qualifikationsbasierte Vorgangsplanung
  • Wahl zwischen kapazitätstreuer und termintreuer Planung
  • Maschinen und Personal in einer Logik
  • Beliebig viele Referenzpläne mit strukturiertem Soll-Ist-Vergleich
  • Standortbezogene Allokation für verteilte Teams

Vertiefend: Ressourcenplanung, Kapazitätsplanung, Multiprojektplanung.

Typisches Wechselszenario

Ein Konstruktionsbüro mit 80 Mitarbeitern, 12 parallel laufenden Projekten, vier MS-Project-Lizenzen bei den Projektleitern und einem zentralen Excel-Sheet, in dem die Geschäftsführung “die Auslastung” pflegt. Die Pflege dieses Sheets kostet zwei Tage pro Woche. Der Wechsel zu Rillsoft ersetzt das Excel durch eine berechnete Sicht – und löst gleichzeitig das ungelöste Problem aller MS-Project-Pool-Lösungen.

Software dahinter und verwandte Vergleiche

Hinter den hier genannten Pool- und Planungsthemen steht Rillsoft Project als Windows-Desktop-Client mit echtem zentralen Ressourcenpool. Im selben PM-Tool-Umfeld lohnt der Blick auf die Microsoft Planner Alternative für reine Aufgaben-Boards und auf die GanttPRO Alternative für die Gantt-Frage ohne Pool-Logik.


Alle Angaben basieren auf dem Stand Mai 2026 und wurden nach bestem Wissen recherchiert.

Häufig gestellte Fragen(FAQ)

Der klassische Resource Pool in MS Project Desktop ist eine geteilte MPP-Datei, die von jedem Projekt eingebunden wird. In der Praxis bedeutet das: Sperren bei gleichzeitigen Zugriffen, manuelles Aktualisieren, leicht zu zerschießen, schwer zu warten. Wer wirklichen Multiprojekt-Ressourcenpool will, landet bei Project Online oder Project Server – mit entsprechender Lizenz- und Infrastrukturkomplexität. Rillsoft bietet einen echten zentralen Pool ohne diese Server-Schwergewichtsklasse.

Beide schließen die Multiprojekt-Lücke, bringen aber Microsoft-365-Lizenzkosten pro Nutzer mit, eine andere Datenmodell-Logik und Bindung an Power Platform. Wer eine spezialisierte Lösung will, statt einer aus dem 365-Ökosystem komponierten, ist bei Rillsoft schneller produktiv – ohne SharePoint, ohne Power BI, ohne Lizenz-Stapel.

Wer MS Project beherrscht, findet sich in Rillsoft schnell zurecht: Vorgänge, Dauern, Aufwände, Vorgänger, Meilensteine, Gantt-Ansicht – die Begriffe und Konzepte sind weitgehend deckungsgleich. Neu sind die Schichten darüber: Qualifikationen, projektübergreifender Pool, kapazitätstreue vs. termintreue Strategie. Diese Erweiterungen sind genau das, wofür Rillsoft existiert.

Ja, MS-Project-Dateien lassen sich importieren. Die Struktur – Vorgänge, Abhängigkeiten, Dauern – wird übernommen. Die Ressourcenseite wird in Rillsoft sauber neu aufgesetzt, weil sie dort qualifikations- und poolbasiert organisiert ist.

Rillsoft kann nach MS Project exportieren. Externe, die MPP-Files brauchen, bekommen sie. Intern bleibt die Quelle der Wahrheit aber in Rillsoft – mit funktionierendem Pool, statt Workaround-Architektur.

MS-Project-Pro-Lizenzen plus optional Project Online oder Project Server skalieren mit jeder Person, die planen oder einsehen können soll. Rillsoft hat ein klar strukturiertes Editions- und Lizenzmodell, bei dem nicht jeder Mitarbeiter eine Vollversion benötigt. Konkrete Vergleichswerte hängen von Nutzeranzahl und gewählter Betriebsform ab.