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Microsoft Planner Alternative: Wenn das Microsoft-Bordmittel keinen Projektplan ergibt

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Microsoft Planner Alternative: Wenn Buckets keinen Projektplan ergeben

Microsoft Planner ist ein gutes Werkzeug für das, wofür es gedacht ist: ein Team, eine Liste an Aufgaben, ein Kanban-ähnliches Board, eine Diskussion in Teams daneben. Es funktioniert, solange Projektarbeit aus Aufgaben verteilen besteht.

Sobald daraus Termine zusagen, Engpässe vermeiden und Ressourcen über mehrere Vorhaben steuern wird, fehlt fast alles, was Planungsarbeit ausmacht. Nicht, weil Planner schlecht wäre – sondern weil es nie als Projektplanungswerkzeug entworfen wurde.

Das Werkzeugklassen-Missverständnis

Planner gehört zur Werkzeugklasse “Lightweight Task Coordination”. Trello, Asana Basic, Microsoft To Do, Google Tasks gehören in dieselbe Familie. Ihr gemeinsames Modell: Karte → Bucket → Verantwortlicher → Fälligkeit. Mehr nicht.

Echte Projektplanung benötigt eine andere Klasse von Datenmodell:

  • Vorgänge mit Aufwand und Dauer – nicht nur “Card mit Fälligkeitsdatum”
  • Abhängigkeiten zwischen Vorgängen – Vorgänger, Nachfolger, kritischer Pfad
  • Ressourcen mit Verfügbarkeit – Kalender, Auslastung, Konfliktprüfung
  • Qualifikationen und Rollen – nicht jeder kann jede Aufgabe übernehmen
  • Mehrere Projekte auf gemeinsamem Pool – Engpässe entstehen meist projektübergreifend

Diese Strukturen sind in Planner nicht vorgesehen – Planner ist als Aufgaben-Board-Werkzeug nicht darauf ausgerichtet, sie abzubilden.

Was passiert, wenn Planner als Projektplaner missbraucht wird

Drei typische Symptome, die Microsoft-Shops nach 6–12 Monaten Planner-Einsatz beobachten:

  1. Excel wandert zurück. Für die “richtige Planung” wird parallel ein Excel-Sheet gepflegt – mit Dauern, Vorgängern, Verantwortlichen. Planner wird zum Status-Board für das, was anderswo geplant wurde.
  2. Spezialisten werden mehrfach verplant. Weil keine projektübergreifende Auslastung sichtbar ist, taucht derselbe Senior-Entwickler in vier Plänen am gleichen Tag auf.
  3. Termine sind Wunschdaten. Fälligkeiten in Planner haben keine Berechnungsgrundlage. Sie werden gesetzt, weil “Donnerstag wäre schön” – nicht, weil die Ressource das hergibt.

Wie Rillsoft Project die fehlende Schicht schließt

Rillsoft ersetzt Planner nicht in seiner ursprünglichen Funktion – Aufgabenkoordination im Team kann Planner weiter abdecken. Rillsoft schließt die Schicht, die Planner strukturell nicht hat: die Planungsschicht.

Vorgangsstruktur statt Aufgabenliste. Vorgänge werden mit Dauer, Aufwand, Vorgänger und Nachfolger angelegt. Aus dieser Struktur ergibt sich automatisch ein Terminplan, kein gewünschtes Datum.

Ressourcenpool statt Verantwortliche. Mitarbeiter, Teams und Maschinen liegen in einem zentralen Pool – verfügbar für alle Projekte. Auslastung wird projektübergreifend berechnet.

Qualifikationsfilter statt Namensliste. Bei der Zuordnung erscheinen nur Personen, die fachlich passen und zeitlich frei sind. Urlaub, Feiertage, parallele Vorgänge werden geprüft.

Kapazitätsabgleich mit Konsequenz. Unterdeckungen werden rot dargestellt, freie Kapazitäten blau. Vorgänge mit Überlastpotenzial werden identifiziert, Pufferzeiten bewertet. Mitarbeiter und Maschinenpark folgen derselben Logik.

Ehrliche Abgrenzung: Wann Planner reicht

Planner reicht – und ist die richtige Wahl – wenn alle drei Bedingungen gelten:

  • Eine einzelne Arbeitsgruppe organisiert ihre eigenen Aufgaben
  • Es gibt keine harten Abhängigkeiten zwischen Aufgaben
  • Niemand teilt seine Arbeitszeit mit Aufgaben aus anderen Plänen

Sobald eine dieser Bedingungen kippt, beginnt der schleichende Wechsel zu Excel-Workarounds, doppelter Pflege und Status-Theater. Genau dort lohnt der Schritt zu einem dedizierten Planungswerkzeug.

Was sich konkret ändert beim Umstieg

TätigkeitIn PlannerIn Rillsoft Project
Aufgabe erstellenKarte mit FälligkeitVorgang mit Dauer, Aufwand, Vorgänger
Verantwortlich machenPerson zuweisenQualifikation definieren, Person aus Pool wählen
Engpässe erkennenManuell, im GesprächAutomatisch berechnet, farblich markiert
Mehrere Projekte koordinierenMehrere Pläne nebeneinanderGemeinsamer Ressourcenpool, Portfolio-Sicht
MaschinenkapazitätNicht vorgesehenVollwertige Ressource
Soll-Ist-VergleichStatus pro KarteMehrere Referenzpläne mit Abweichungsanalyse

Vertiefend: Ressourcenplanung, Kapazitätsplanung, Multiprojektplanung.

Wer typischerweise von Planner zu Rillsoft wechselt

Microsoft-365-Häuser im Mittelstand, die Planner zunächst eingeführt haben, weil es “ja schon dabei war”, und nach einigen Monaten merken: Die echte Planung läuft längst irgendwo anders – im Kopf des Projektleiters, in einem Excel-Workbook, in einer Mail-Kette. Wer diese Schattenplanung sichtbar und kontrollierbar machen will, braucht ein Werkzeug, das auf Planung ausgelegt ist – nicht auf Aufgabenkommunikation.

Software dahinter und verwandte Vergleiche

Was Planner strukturell nicht abdeckt, übernimmt Rillsoft Project als Planungsanwendung mit Vorgängen, gemeinsamem Pool und Auslastungsrechnung. Wer ohnehin den Microsoft-Stack im Blick hat, findet die ausführliche Microsoft-Antwort in der Microsoft Project Alternative; wer aus dem Tabellenparadigma kommt, in der Smartsheet Alternative.


Alle Angaben basieren auf dem Stand Mai 2026 und wurden nach bestem Wissen recherchiert.

Häufig gestellte Fragen(FAQ)

Planner ist auf Aufgaben-Boards ausgerichtet, nicht auf Projektplanung. Vorgangsdauern, Abhängigkeiten, kritischer Pfad, projektübergreifender Ressourcenpool, Auslastungsberechnung, Qualifikationen und Soll-Ist-Vergleich liegen nicht im Fokus von Planner – das ist eine andere Werkzeugklasse.

Microsoft Project for the Web ist der Versuch, die Lücke zwischen Planner und Project zu schließen, bleibt dabei aber im Microsoft-365-Lizenzmodell – mit zusätzlichen Per-User-Kosten. Inhaltlich ist es weiterhin auf das Microsoft-Ökosystem zugeschnitten und an Project Online gekoppelt. Wer Multiprojekt-Ressourcenplanung mit Maschinenpark und Qualifikationsfilter braucht, stößt auch dort an Grenzen.

Nein. Rillsoft Project lässt sich mit Microsoft-365-Anwendungen kombinieren – Aufgaben können weiterhin in Teams oder Outlook kommuniziert werden. Was sich ändert: Die Planung findet nicht mehr in einer Aufgabenliste statt, sondern in einer Planungsanwendung. Diskussion und Plan werden bewusst getrennt – das verhindert Vermischung von Kommunikation und Projektsteuerung.

Planner ist im 365-Bundle bereits enthalten – das Argument zählt. Aber: Wer es als Projektplanung verwendet, zahlt indirekt durch verzögerte Liefertermine, doppelt verplante Spezialisten und Re-Planungsaufwand in Excel. Ab dem Punkt, an dem ein Engpass-Spezialist 30 Stunden pro Woche zu suchen ist, statt 30 Stunden zu arbeiten, übersteigt der Schaden die Lizenzkosten jedes spezialisierten Werkzeugs.

Ein Bucket in Planner ist eine Spalte auf dem Board – z. B. ‘Zu erledigen’, ‘In Arbeit’, ‘Erledigt’ oder ‘Sprint 4’. Ein Vorgang in Rillsoft ist ein zeitlich definiertes Arbeitspaket mit Dauer, Aufwand, Vorgänger, Nachfolger und Ressourcenanforderung. Buckets organisieren Status. Vorgänge organisieren Plan. Das ist die fundamentale Unterscheidung.

Aufgabentitel, Verantwortliche und Fälligkeiten lassen sich exportieren und als Vorgangsliste übernehmen. Was hinzukommt – Dauern, Abhängigkeiten, Aufwände, Ressourcenanforderungen – muss in Rillsoft ohnehin neu strukturiert werden, weil Planner diese Information nie erfasst hat.